MONIN Schülercup

SCHÜLERCUP

2019

L.Derksen u. Co GmbH

Profi Tipps

Gerhard Kozbach-Tsai, Boutique Bar Tür 7, Wien

 
Gründer und Eigentümer der Bar "Tür7"
www.tuer7.at


Mein Statement zum Monin Schüler Cup

Der Schülercup ist eine wunderbare Idee und steht für Professionalität, Kreativität und natürlich auch Leidenschaft zum Beruf. Auch die Ernsthaftigkeit mit welcher Schüler und Lehrer in Teamarbeit ihre Rezepturen ausarbeiten ist absolut vorbildlich und steigert sich von Jahr zu Jahr. Es ist eine große Ehre für mich dieses Jahr schon das 5. Mal als Juror mitwirken zu dürfen.Mein Statement zum Monin Schüler Cup

Wie bereitet man sich auf einen Wettbewerb vor?

Ich würde meinen, nicht anders als auf einen normalen Abend in der Bar mit der Ausnahme, dass das Adrenalin einem unerwartete Streiche spielen kann :). Natürlich zählt die Erfahrung, aber das Vertrauen in die gute Vorbereitung ist die Grundvoraussetzung für Erfolg. Sehr oft probiert man genau an diesem speziellen Tag etwas ganz besonderes zu machen und beachtet nicht, dass man genau ab diesem Zeitpunkt nicht mehr sich selbst präsentiert sondern nur eine nicht erprobte Idee. Der eigentliche Wettbewerb selbst, sollte nur mehr ein Abrufen sämtlicher optimaler Vorbereitungen sein.
Ein wichtiger Punkt in der Vorbereitung ist auch das Wissen über die zur Verwendung stehenden Produkte. Es fällt einem viel leichter den perfekten Drink zu kreieren, wenn man auch versteht warum man was verwendet.

Tipps und Tricks / Handling der Barutensilien

Wie wir es schon im Unterricht zu genüge gelernt haben, ist das richtige „Mise en Place“ die halbe Arbeit. Der Arbeitsplatz sollte immer (wenn auch leicht improvisiert) gleich wie der in eurer Bar sein. Das richtige Aufstellen sämtlicher Barutensilien erspart viel Zeit und bringt Sicherheit und Selbstvertrauen mit sich. Zangen, Löffel, Shaker sollten euch vertraut sein und nicht extra einen Tag vorher gekauft werden. Es wäre z.B. sehr schade wenn ein neuer Shaker sich nicht öffnen lässt und die tolle Peformance massiv beeinträchtigt. Auch sollte der Jigger so gewählt werden, dass er wenn erforderlich mehr als 4cl fasst, alleine schon um das Zittern zu kompensieren.

Tipps zur Präsentation und Geschmack

Der Drink sollte leicht zu verstehen und zu lesen sein, selbst wenn die Rezeptur aufwendig ist. Unterschiedliche Aromen in ein rundes Geschmacksfeld zu bekommen ist die Herausforderung eines jeden Barkeepers. Denkt euch in euren Drink hinein und schreibt ein spannendes Drehbuch.
Beginnend bei eurem Outfit, über euren Auftritt, bis hin zur Wahl des richtigen Glases und der passenden Deko, muss einfach alles stimmig sein. Ein klassischer Drink z.B. hat meistens nur einen einfachen wunderbaren Peel als Deko, jedoch lebt ein Tiki Cocktail sehr oft auch von seinen Schirmchen und kreativ geschnittenen Früchten.

 

 

Kenny Klein, maniac bar_artists

 

Inhaber der Cocktail Catering & Showbarkeeping Firma
"maniac bar_artists"
www.mba-showbar.com


Mein Statement zum Monin Schüler Cup

Ich finde die Veranstaltung sehr professionell organisiert. Sie bietet einen guten Einstieg in das professionelle Cocktail Wettbewerbsgeschehen. Zudem werden den Schülern offensichtlich innovative Inhalte vermittelt. Der Beruf des Barkeepers ist ein sehr kreativer und anspruchsvoller. Der Monin Schüler Cup zeigt Schülern, was es bedeutet sich für diesen Job zu interessieren. Wie viel Zeit und Mühen es kostet, täglich Höchstleistungen an der Bar zu vollbringen und wie schwierig es ist, Gäste in regelmäßigen Abständen mit neuen Kreationen zu überraschen.

Ich freue mich schon jetzt auf die vielen neuen Kreationen und auf die enthusiastischen Gesichter der jungen Fachkollegen.

Wie bereite ich mich auf einen Wettbewerb vor?

Ich überlege mir, wie ich einen Drink inszenieren kann. Suche mir einen Hauptgeschmacksträger und bastle den Drink mit den restlichen Ingredienzien um diesen Basisgeschmack. Dabei versuche ich immer zumindest eine innovative Ingredienz zu verwenden um mich von anderen Teilnehmern abzuheben.

Tipps und Tricks / Handling der Barutensilien

In der Wettbewerbssituation verliert man oft unnötig Zeit durch die auftretende Nervosität. Routine kann diesen Prozess minimieren. Wenn ich schon beim Proben, meine Produkte, Barutensilien und alle anderen benötigten Dingen, so auf meinem Arbeitsplatz platziere, wie ich diese im Ablauf des Drinks benötige, kann ich Zeit sparen. Wie der Arbeitsplatz im Idealfall arrangiert ist, fotografiere ich und genau so richte ich meine Station dann auch am Wettbewerbstag. Je öfters ich den Drink im Wettbewerbsmodus trainiere, desto leichter fällt mir die Routine und desto zeiteffizienter arbeite ich.

Tipps zur Präsentation

Weniger ist oft mehr. Die Dekoration sollte nachvollziehbar sein und der Drink-Inszenierung dienen, nicht aber vom Drink ablenken. Die Liebe für Details entscheidet oft über eine gute oder eine außergewöhnliche Deko.

 

 

Martin Schlamberger, Bar Stars OG

Bar Stars OG - Professional Flair Bartending
www.barstars.eu


Mein Statement zum Monin Schüler Cup

Der Monin Schülercup ist ein sehr spannender und innovativer Wettbewerb, eine Gelegenheit junge Talente zu beobachten, wie sie über sich hinauswachsen, ihrer Kreativität freien Lauf lassen und einfach unglaubliche Drinks ohne Alkohol zaubern! Der Bewerb an sich ist perfekt organisiert, spannend und in jeder Hinsicht hochkarätig besetzt.
Sowohl Kompetenz als auch Begeisterung, mit welcher die Teilnehmer an den Start gehen, sind vorbildlich und beeindruckend! Zusammenfassend kann ich sagen, ich bin froh darüber bei diesem Wettbewerb mitwirken zu dürfen, nicht zuletzt, weil ich mir dann auch einige neue Ideen abschauen kann.

Wie bereite ich mich auf einen Wettbewerb vor?

Ich suche mir, sofern keines vorhanden, ein Thema für den Drink, dann mach ich mich ans Kreieren und Probieren. Wenn das geschafft ist, dann richte ich mir alles zusammen was ich für den Wettbewerb brauche bzw kaufe was ich noch nicht habe. Wenn alles auf meiner “to-do-Liste” abgehakt ist, wird alles auf Hochglanz poliert und ggf. auf Funktion geprüft.
 

Tipps und Tricks / Handling der Barutensilien

Jeden Handgriff so lange üben bis er in Fleisch und Blut übergegangen ist und wie im Schlaf funktioniert. Nur auf diese Weise ist man auch im Stande, im Stress der Aufregung auf der Bühne, die gewünschte Leistung auch abrufen zu können. Alles muss an seinem Platz sein, jeder Handgriff muss automatisiert sein, damit man nichts vergisst, falsch macht oder unter Zeitdruck gerät.

Wie geh ich bei Eigenkreationen vor?

Ich befasse mich mit dem Thema (entweder vorgegeben, sonst such ich mir eines) und “stricke” einen roten Faden. Was bildet meine Basis, welchen Sirup und Saft verwende ich, was passt dazu? Wie erreiche ich eine schöne Farbe des Drinks? Vielleicht darf man auch Eigenprodukte verwenden? Molekular-Zutaten? Frisch gepresste Säfte, selbstgemachte Infusions etc.?
Entscheidend ist dann auch die Frage der Zubereitungsart: shaken, stirred oder built? ...hängt natürlich auch von der Art und den Zutaten des Drinks zusammen: was ist optimal dass der Drink ein schönes Aussehen erhält, trotzdem aber gut homogenisiert und auch kalt genug ist?
Dann kommt die Frage nach dem idealen Glas: es soll formschön (vielleicht nicht unbedingt ein 08/15 Glas) und zum Drink (und zur Drinkgruppe/Menge) passend sein. Auch soll man sowohl das Aroma als auch das Aussehen (Farbe etc.) beurteilen können.
Wenn das alles erledigt ist, kommt die Garnitur an die Reihe: Was passt dazu? Was ist in der vorgegebenen Zeit machbar? Sieht gut aus und trägt vielleicht zum Aroma des Drinks bei (etwa Kräuter, Gewürze etc...), spritze ich den Drink z.B. mit einer Zitrusschale ab, erhalte ich ein wesentlich besseres Aroma und es ist auch nicht viel Aufwand.
Ist auch das erledigt, überlege ich mir einen Namen für den Drink: er muss zum Thema, zum Aussehen/Geschmack und zu den Ingredienzien passen. Er sollte “catchy” sein, sich eventuell auf den Event/Sponsor und/oder Location oder sich selbst, nicht jedoch auf die Garnitur beziehen.
 
Wenn ich die Punkte alle erledigt und genug geübt habe, überprüfe ich alles nochmal von Neuem und gehe anschließend noch weiter üben.
 
Viel Glück und Shake well!!

Tipps zur Präsentation

(Abgesehen von einem perfekt gepflegten Äußeren) lächeln, versuchen nicht zu stark zu zittern (das tun auch die Erfahrensten und Besten - Ist keine Schande!), und den Drink voller Stolz präsentieren – keine Unsicherheit zeigen! Auch das könnt ihr vor dem Spiegel bzw. vor Freunden ausreichend üben!

Dominik Wolf, Monkeys Heaven

Tätig im Monkeys Heaven in Obertauern


Mein Statement zum Monin Schüler Cup

Ich darf bereits das (ich glaube) 5. Mal dabei sein und es hat mich immer wieder gefreut, dass ich eingeladen wurde.
Was mir besonders gut an diesem Bewerb gefällt, ist, dass nicht nur einfach gemixt wird, sondern auch noch zusätzliche Kenntnisse gefordert werden, wie z.B. der Wissenscheck.

Wie gehe ich bei Eigenkreationen vor?

Ich lass mich meist von Gerichten inspirieren, wie z.B. vor einigen Jahren gab es in der Türkei warme Grapefruit mit Zimt - und schon wurde ein neuer Drink kreiert, der prompt den 2. Platz beim Seefeldcup machte.

So ging ich auch beim Kreieren des "Monin Drink of the Century" vor, und meine Kreation mir dann auch den Sieg brachte. Der Anstoß zu diesem Drink war eine Marmelade aus Zwetschke und Amaretto.

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